Ü40 und immer noch fit!

Ü40 und immer noch fit!

Sport?

Nun, ich habe Volley-Ball gespielt, war jahrelang im Schwimmverein und bin regelmäßig gejoggt, habe viel Squash gespielt und Badminton. Zudem trainiere ich seit genau 30 Jahren im Sportstudio. Vor zwei Jahren habe ich die Fitnesstrainer B Lizenz erworben, um das Training noch besser zu verstehen und zu optimieren.

Wie geht meine Familie und Freunde mit dem Lifestyle um?

Nun, ich sage es jetzt mal wie es ist: Am Anfang haben sie es irgendwie nicht ernst genommen… Krafttraining/Bodybuilding hat ja leider noch einen bestimmten Ruf und ist mit unzähligen Vorurteilen behaftet. …und dann noch als Frau, …in meinem Alter (48), …oft habe ich in Bezug auf die Teilnahme der Meisterschaft (gerade von Männern) gehört „wer will sich das (Frau in meinem Alter) ansehen“. Besonders irritierend war die Aussage einer Bekannten, die meinte „Männer mögen keine Muskeln an Frauen“…OMG…

Doch es gibt zum Glück auch Menschen in meinem Umfeld, die einfach von meinem Spaß am Kraftsport inspiriert wurden, die nun mehr für sich selbst tun und rasche Erfolge sehen. Es ist einfach klasse, sich gegenseitig zu „pushen“ und zu unterstützen. Auch wenn Kraftsport erstmal als Einzelsportart daherkommt, so ist das Trainieren im Studio alles andere als „einzeln“. Es ist Motivation, Ideenaustausch und Freude am gemeinsamen Training mit Gleichgesinnten.

Es geht doch um Lebenskraft, Inspiration und Freude an einer positiven Veränderung. …und ich persönlich finde, es gibt doch nichts Schöneres als einen athletischen und kraftvollen Körper, egal ob Mann oder Frau und wie alt man ist.

Wie trainiere ich?

Anfangs trainierte ich 3x in der Woche in Form eines Ganzkörpertrainings mit schweren Gewichten  und an den „freien“ Tagen 15-20 Minuten Funktional-Training/Slingtraining mit dem eigenen Körpergewicht oder mit einer 5kg-Gewichtsweste.

Seit einiger Zeit trainiere ich nun 4x in der Woche mit dem einfachsten Training-Split: Dabei wechsel ich Oberkörper- und Unterkörpertraining pro Trainingseinheit ab und achte darauf, auch immer alle Grundübungen (bis auf die Kniebeuge) in mein Training zu integrieren.

Das Training mit freien Gewichten und am Kabelzug macht mir besonders viel Spaß, da die Bewegungen nicht so starr geführt sind und es sich einfach „bequemer“ anfühlt. Maschinen nutze ich für das gezielte, isolierte Training einzelner Muskeln, meist als Abschlussübung einer Muskelgruppe.

Aktuell setze ich Schwerpunkte. Da in der Bikini-Klasse der kommenden Meisterschaft die Sanduhr-Figur gefragt ist, liegen mein Fokus auf Schultern, Latissimus, Oberschenkel und Po. Sind diese Partien gut ausgeprägt, dann wirkt die Taille einfach schlanker. … man sieht mich äußerst selten an den Cardio-Geräten…

Wichtig ist der Spaß und das Interesse an der Sache und besonders wichtig, dass man kontinuierlich dran bleibt.

Habe ich Bedenken?

Bedenken habe ich keine. Ich höre einfach auf meinen Körper, auf den Trainer meines Vertrauens und blicke in den Spiegel. Habe ich doch mal Bedenken, dann denke ich darüber nach, wie ich diese wieder loswerden kann. Bedenken sind für mich eher ein Ansporn mich noch weiter zu entwickeln und zu informieren, um Lösungen zu finden. Auch das zeichnet ja diesen wunderbaren Sport aus. Es endet nie…es gibt immer wieder Neues zu testen, ob nun verschiedene Übungen, neue Rezepte oder einfach nur eine Veränderung in der Einstellung zum ganzen Thema.

So habe ich gestartet und „durchgehalten“:

  • Formuliere Dein Ziel
  • Was motiviert Dich so sehr, dass Du eine Veränderung unbedingt möchtest?
  • Mach Dir bewusst, dass ein sportliches Leben keine zeitlich befristete Diät sondern ein Lebensstil ist
  • Starte ein Fototagebuch (Foto im Bikini von vorne und ein Foto von hinten)
  • Lade Dir die kostenfreie Fitness-App MyFitnessPal auf Dein Handy und tracke Deine Nahrung
  • Mach Dich mit der Paleo-Ernährung vertraut (www.urgeschmack.de)
  • Sortiere alle Lebensmittel aus Deinem Kühl- und Vorratsschrank, die mehr als 3 Zutaten haben (Grob gesagt: Ein Apfel besteht nur aus Apfel, eine Ei nur aus Ei, Honig nur aus Honig …)
  • Starte den Tag mit 1 Glas Wasser mit dem Saft einer 1/2 Zitrone
  • Trinke mindestens 2 Liter Wasser pro Tag
  • Mach Dir bewusst, dass Deine Erfolge zum größten Teil von Deiner Ernährung abhängen
  • Kauf Dir eine tolle Grundausstattung an Sportklamotten, in denen Du Dich richtig wohl fühlst
  • Kauf Dir wertige Sportschuhe, die Dir Halt geben
  • Arbeite mit Trainern zusammen, die Dich unterstützen, verstehen und fördern

 Was motiviert mich?

Ich kenne neben Krafttraining keine Sportart, bei der man so „feinjustiert“ an seinem Körper arbeiten kann.

Für mich ist es weniger Sport, …vielmehr ein hocheffektives Werkzeug den Körper in Form und Funktion zu bringen und zu (er-)halten. Dabei bietet mir das Sportstudio die notwendigen Hilfsmittel, ob es nun eine umfangreiche Ausstattung ist, die ein abwechslungsreiches Training ermöglicht oder die kompetente Unterstützung der Trainer rund um Trainingstechniken und Ernährung.

Es ist ein Lifestyle und nicht nur eine Diät oder Freizeitbeschäftigung. Krafttraining strahlt in jeden Bereich des täglichen Lebens und beeinflusst jeden einzelnen Tag in einer sehr positiven Art und Weise. Im Grunde ist es auch Training an der eigenen Geisteshaltung, sich stetig zu motivieren, reflektieren und an sich zu arbeiten.

…und ich will einfach im „Alter“ so lange wie möglich für mich selbst sorgen, ohne Schmerzen leben und Kraft, Ausdauer und Flexibilität erhalten…und natürlich eine gute Figur. Wie sonst kann ich das erreichen? Wenn ich jetzt nicht daran arbeite, wann denn dann?

Posted on: April 14, 2017B2411-68